Der Lions Club Hamaland beschäftigt sich zurzeit intensiv mit den Themen rund um die Integration von Flüchtlingskindern in unseren Schulen. Auf Einladung des Clubs referierten Birgit Kentrup, Rektorin der Losbergschule, und Christa Engelmann, Rektorin der Hilgenbergschule,  über ihre Unterrichtskonzepte und –erfahrungen mit Flüchtlingskindern. Der Kreis Borken hat die beiden Rektorinnen für unsere Region, Stadtlohn, Vreden, Gescher und Südlohn zugleich als Schul-Koordinatoren für die Flüchtlingskinder eingesetzt.

Der Unterricht mit Kindern, die zu Beginn kein Wort Deutsch verstehen, stellt die Schulen vor große Herausforderungen. So haben sich Schwerpunktschulen gebildet, wie die Hilgenbergschule und die Fliednerschule in Stadtlohn, die in den sogenannten Vorbereitungsklassen Deutsch als Fremdsprache lehren. Dabei treffen die Lehrkräfte naturgemäß auf völlig unterschiedliche Voraussetzungen bei den Kindern in Bezug auf Alter, Vorkenntnisse, Schulerfahrungen, Leistungsstand und Lerntempo. Die Herausforderung besteht nicht zuletzt darin, auf diese Unterschiede individuell einzugehen. Die Flüchtlingskinder bleiben aber von Anfang an nicht nur unter sich, sondern werden zusätzlich zu den Vorbereitungsklassen, in denen die notwendigen Deutschkenntnisse vermittelt werden, auf die Regelklassen aufgeteilt, in denen sie vor allem an Fächern wie Sport, Kunst oder Musik teilnehmen können. Das bedeutet u.a., dass für jedes Kind einer Vorbereitungsklasse ein individueller Stundenplan erstellt wird.

„Die Städte unterstützen die Schulen in der Regel mit einem Höchstbetrag von 44 € pro Schüler in den Vorbereitungsklassen. Mit diesen Mitteln können häufig nur die notwendigsten Schulmittel angeschafft werden“, führte der Schulbeauftragte des Lions Clubs, Alois Paus, aus. Vor diesem Hintergrund wurde im Club entschieden, 6 Grundschulen und 5 Sekundarschulen in Stadtlohn, Vreden, Gescher und Südlohn noch einmal mit insgesamt 7.500 € für zusätzliche Lernmittel zu unterstützen. Zusätzlich wird die Tornister-Aktion fortgesetzt, bei der der Club gut erhaltene, gebrauchte Tornister und Schulmaterialien sammelt, um sie den Schulen zur Verfügung zu stellen.

Die Tornister können ab sofort an folgenden Sammelstellen abgegeben werden: Gescher: Systemhaus Sprung, Schuckertstr. 22, Stadtlohn: Gutenberghaus, Boschstr. 1 – 5, Oeding: Bewital, Industriestr. 10, Südlohn: Engel Apotheke, Kirchstr. 17 und Vreden: Provinzial Versicherung van den Berg, Twicklerstr. 3.

Foto: Lions-Schulbeauftragter Alois Paus

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(Stadtlohn) Die Mitglieder des Lions Club Hamaland sammeln zum Ende des Schuljahres wieder gebrauchte Schultornister und andere Utensilien für Schulanfänger. Die Lions haben in der Vergangenheit immer wieder Projekte der „Tafeln“ in Vreden, Stadtlohn oder Gescher unterstützt. Durch diese Zusammenarbeit ist der Club 2013 erstmalig darauf aufmerksam geworden, dass es vielen Eltern schwerfällt, Kindern zur Einschulung einen geeigneten Schultornister zur Verfügung zu stellen. Stattdessen kommen dann häufig Taschen und Tüten zum Einsatz, die sicherlich wenig dazu geeignet sind die notwendigen Schulutensilien sicher zu transportieren. 

„In diesem Jahr ist der Bedarf durch zahlreiche Flüchtlingskinder noch höher, als in den Vorjahren. Von daher erhoffen wir uns wieder eine große Beteiligung an der Sammelaktion“, führt der Lions-Präsident, Bernd Hovest-Engberding aus. Die Taschen und Schulmaterialien sollten sauber und gut erhalten sein, damit sie dann über die Schulen und Tafeln an Eltern von bedürftigen Kindern abgegeben werden können und noch lange gute Dienste leisten. „Wir wollen hier schnell und unbürokratisch helfen und freuen uns über jede Unterstützung für diese Aktion“, erklärte Bernd Hovest-Engberding. In den vergangenen Jahren konnten schon mehrere Hundert neue und gebrauchte Tornister an die drei Tafeln übergeben werden. An folgenden Stellen können die Tornister ab sofort abgegeben werden: Gescher: Systemhaus Sprung, Schuckertstr. 22, Stadtlohn: Gutenberghaus, Boschstr. 1 – 5, Oeding: Bewital, Industriestr. 10, Südlohn: Engel Apotheke, Kirchstr. 17 und Vreden: Provinzial Versicherung van den Berg, Twicklerstr. 3.

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Aus der MZ am 13.05.2016

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(Stadtlohn) Gleich zu zwei gesundheitspolitischen Themen trafen sich gut 40 Mitlieder des Lionsclubs Hamaland in der Gaststätte Schlüter.  Der Krankenhausgeschäftsführer, Michael Saffé, referierte zum Thema „Gesetz zur Reform der Strukturen der Krankenhausversorgung“ und die niederländische Krankenschwester Désirée Arke-Onland stellte den Abschluss des Projektes „Plötzlicher Kindstod“ vor, das sie vor 7 Jahren gemeinsam mit dem Lionsclub und dem Stadtlohner Krankenhaus gestartet hatte.

Michael Saffé differenzierte in seinem Vortrag bei der Bewertung der neuen Krankenhausfinanzierung. Positiv sah er aus Patientensicht die Orientierung an der Versorgungsqualität. Kritisch sah er die mangelnde Planbarkeit der Einnahmen und die Einschränkungen bei der Personalausstattung, für die verbindliche Vorgaben für die Finanzierung fehlten. Er richtete einen Appell an die Politik, die im Saal durch Johannes Röring MdB und Bernhard Tenhumberg MdL vertreten war, in einem nächsten Gesetzesschritt hinsichtlich der Planungssicherheit nachzubessern.

Désirée Arke-Onland hatte 2009 mit 7.500 EUR Anschubfinanzierung durch den Lionsclub Hamaland das Projekt zur Vermeidung des Plötzlichen Kindstodes beim Krankenhaus Stadtlohn ins Leben gerufen. Begleitet wurde sie an dem Abend durch die Kinderärztin Katharina Thilke aus Köln, die die Stadtlohner Studie über eine lange Zeit ausgewertet hatte, den Kinderarzt Dr. Johannes Jeßberger, der das gleiche Projekt etwas später in Hamm gestartet hatte und der niederländischen Ärztin Dr. Monique L´Hoir, die als eine der Ersten zu diesem Thema Studien in den Niederlanden angestellt hatte. Auffällig war seinerzeit, dass die Niederlande eine deutlich niedrigere Sterblichkeitsrate hatten als Deutschland. In dem wissenschaftlichen Projekt wurde festgestellt, dass es nicht nur einen einzelnen Grund für die höhere Sterblichkeitsrate gab. Es war ein Zusammenspiel aus einfachen Faktoren, die das Risiko relativ einfach und kostengünstig reduzieren konnte: Schlafen im Schlafsack, Stillen, Impfen und Schlafen in Rückenlage und vor allem im eigenen Kinderbett führten, zu deutlich niedrigeren Sterblichkeitsraten. Da Schlafsäcke für die Prävention eine sehr große Bedeutung haben, sponserte der Lions Club Hamaland diese dem Stadtlohner Krankenhaus. Das wissenschaftliche Projekt „Plötzlicher Kindstod“ wird im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) mitfinanziert. Die Begleitung erfolgte durch das Programmmanagement bei der EUREGIO.

 


Foto: v.R.n.L. Dr. Monique L´Hoir, Désirée Arke-Onland, Katharina Thilke präsentierten die Ergebnisse der Studie zum „Plötzlichen Kindstod“.

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